ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

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#11
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Hudini - Gestern um 14:38:33
Der Staat hat den Online-Glücksspielmarkt inzwischen reguliert. Anbieter können heute mit Lizenz, deutscher Website, Werbung, Sponsoring und seriösem Auftreten am Markt sein. Nach außen sieht alles sauber und geordnet aus.

Aber was ist mit der Vergangenheit?

Was ist mit den Spielern, die gegen frühere Gesellschaften Urteile haben?
Was ist mit Vergleichen, die nicht oder nur verspätet erfüllt werden?
Was ist mit Anbietern, die unter derselben Marke weiter am Markt auftreten, während alte Forderungen bei früheren Gesellschaften hängen bleiben?
Was ist mit der Frage, ob Marke, Kunden, Plattform und wirtschaftlicher Nutzen weiterlaufen, aber die Verantwortung plötzlich woanders liegen soll?
.

Die Gegenwart wurde reguliert.
Aber die Vergangenheit wurde nicht sauber abgewickelt.

Und genau dadurch entsteht diese absurde Lage:

Gerichte beschäftigen sich jahrelang mit diesen Fällen. Kläger warten. Anwälte schreiben. Der EUgGH entscheidet. Deutsche Gerichte urteilen. Am Ende steht vielleicht ein Titel oder ein Vergleich.

Aber wenn daraus keine tatsächliche Zahlung folgt, verliert selbst ein gewonnenes Verfahren für Betroffene seinen praktischen Wert.

Das ist gefährlich. Nicht nur für den einzelnen Kläger, sondern für das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Denn der normale Bürger lernt dann:

Ich kann recht bekommen und trotzdem leer ausgehen.

Und das darf in einem Rechtsstaat eigentlich nicht der Normalzustand werden.

Natürlich ist die GGL kein Inkassobüro. Das muss man sauber trennen. Die Behörde muss nicht einzelne Forderungen für Spieler eintreiben.

Aber sie kann sich aus meiner Sicht auch nicht dauerhaft darauf zurückziehen, dass offene Urteile, nicht erfüllte Vergleiche oder alte Gesellschaftsstrukturen nur reine Privatsache seien.

Wenn ein Anbieter oder eine Marke heute im regulierten Markt auftritt, dann muss doch zumindest geprüft werden, ob alte offene Vorgänge für Zuverlässigkeit, ordnungsgemäße Geschäftsführung und Spielerschutz relevant sind.

Gerade wenn gesagt wird: ,,Heute ist ein anderer Lizenzinhaber zuständig", beginnt doch erst die eigentliche Frage:

Ist das wirklich ein echter Bruch?
Oder gibt es wirtschaftliche, organisatorische, technische oder markenbezogene Kontinuität?

Denn es kann nicht sein, dass ein Anbieter die Vorteile der Kontinuität nutzt — bekannte Marke, Kunden, Marktposition, Vertrauen — aber bei der Verantwortung plötzlich auf Diskontinuität verweist.

Wirtschaftliche Kontinuität ja.
Verantwortungskontinuität nein.

Genau das ist das Probllem.

Und beim Spielerschutz ist es ähnlich.

Spielerschutz darf nicht nur heißen: Ab jetzt gelten Regeln.

Spielerschutz muss auch heißen: Wenn früher gegen Regeln verstoßen wurde und daraus Ansprüche oder Urteile entstanden sind, dürfen diese nicht einfach wirtschaftlich ins Leere laufen.

Sonst schützt man nur die Zukunft auf dem Papier und lässt die Geschädigten der Vergangenheit alleine.Uns. Die wir eigentlich geschützt werden sollen und müssen.

Das wäre am Ende eine Art stille Waschstraße:

Vorne kommt ein problematischer Markt rein.
Hinten kommt ein regulierter Markt raus.
Und die offenen Altlasten bleiben bei den Spielern hängen.

Das darf nicht der Sinn von Regulierung sein.
Meine Meinung.
#12
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Hudini - Gestern um 14:30:43
Ein regulierter Markt darf nicht bedeuten: Die Anbieter bekommen eine saubere Zukunft, während die offenen Altlasten der Spieler privat hängen bleiben.
#13
Eigene Erfahrungen / Antw:Einzahlungslimit
Letzter Beitrag von Johan - Gestern um 14:30:35
Zitat von: RS8 am Gestern um 08:19:13
Zitat von: Johan am Gestern um 01:51:37Ich hab die Anbieter auch angeschrieben und eine Frist von 14 Tagen gesetzt wegen Schadensersatz, aber da kam nichts bei rum.

wie naiv bist du eigentlich? Du hast mit Betrügern zu tun, deren Ziel ist, möglichst viel Geld von kranken und süchtigen Leuten zu klauen. Denkst du ernsthaft, die hätten dir das Geld jemals freiwillig zurückgezahlt? Ich habe dir bereits geschrieben wie du das Geld wieder  zurückbekommst

Trotz eines eindeutigen Verstoßes soll ich erst einen Anwalt einschalten, in Vorkasse gehen und dann womöglich erst nach Jahren ein positives Ergebnis erzielen? Wofür gibt es dann überhaupt Gesetze zum Spielerschutz, Einzahlungslimits und klare Regelungen, wenn deren Durchsetzung so umständlich und langwierig ist?  :)
#14
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Hudini - Gestern um 14:30:11
Deshalb glaube ich, dass Wut alleine nichts bringt.

Was hilft, sind saubere Vorgänge:

Urteil oder Vergleich.
Offene Summe.
Nichtzahlung.
Gesellschaft.
Marke.
Zahlungsaufforderung.
Vollstreckungsversuch.
GGL informiert.
Aktenzeichen verlangt.

Nicht weil morgen alles gelöst ist.

Sondern weil aus einzelnen Geschichten erst dann ein Muster wird, wenn sie sauber dokumentiert sind.
#15
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Klopp9875 - Gestern um 14:24:07
Auch dieses "ab jetzt gelten Regeln", wirkt nicht mal. So oft wie gegen Regeln dennoch verstoßen werden. :D
#16
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Brezel12 - Gestern um 14:19:24
Und es lädt dazu ein auch künftig die Regeln zu brechen
#17
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Hudini - Gestern um 13:53:08
Spielerschutz kann doch nicht nur heißen:

Ab jetzt gelten Regeln.

Spielerschutz muss auch heißen:

Wenn früher gegen Regeln verstoßen wurde und daraus Urteile oder Ansprüche entstanden sind, dürfen diese nicht einfach wirtschaftlich ins Leere laufen.

Sonst schützt man nur die Zukunft auf dem Papier, lässt aber die Geschädigten der Vergangenheit allein.
#18
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Hudini - Gestern um 13:52:24
Wenn die GGL sagt, heute sei ein anderer Lizenzinhaber zuständig, ist das für mich nicht das Ende der Frage.

Dann beginnt die eigentliche Frage erst:

Läuft unter derselben Marke, mit denselben Kunden, derselben Plattform oder demselben wirtschaftlichen Nutzen trotzdem vieles weiter?

Wenn ja, kann man alte Urteile nicht einfach so behandeln, als hätten sie mit dem heutigen Markt nichts mehr zu tun.
#19
Tagebuch / Antw:An diesem heutigen Tag
Letzter Beitrag von andreasg - Gestern um 13:45:57
..... habe ich wieder einmal gelsen, daß unsere Regierung das Gesundheitswesen wohl unbedingt in die Tonne treten möchte. Ich könnte mir ja einmal die Mühe machen, unter meinen Beiträgen hier eine Sammlung zu gestalten, in der ich meine Erfahrungen seit der Corona - Zeit gesammelt habe. Es ist nicht besser geworden, aber:
Die Krankengymnastik hilft mir wieder auf die Beine, Morgen bin ich bei der Lymphdrainage, ein neues Rezept habe ich in der Tasche, Anfang Mai bekomme ich eines für Stützstrümpfe. Wenn ich zum Gefäßdoktor (Angiologie) gehe, ist im Haus im EG eine Praxis für Psychiartrie und Psychotherapie, die wirklich gute Referenzen hat. Da brauche ich ja nicht mehr hin, bin ja über 65 Jahre alt, und da ist Chaos im Kopf ein Anzeichen von Senilität, also Altersgemäß, soweit die Rentenkasse, wenn ich eine REHA beantragen wollte. Aber "Soziale Änste" fallen in dem Maß statt, daß es von Zeit zu Zeit Klinikaufenthalte braucht. Bei mir ja nicht mehr nönig, dafür gibt es Antidepressiva, nun aber gibt es keine Neuafnahmen bei Psychiatern, und andernseits bin ich Herzrisikopatient, die Folgen bei Medikamenteneinnahmen derer mag ich lieber nicht hier beschreiben.

Mein nächster Weg führt in die Selbsthilfegruppe, ein Spaziergang Heute dorthin erfrischt Geist, Seele und Körper, und der Wind bläst die Depressionen einfach weg, dorthin wo er will.


#20
Eigene Erfahrungen / Antw:BGH Urteil
Letzter Beitrag von Hudini - Gestern um 13:36:44
Vielleicht muss man das größer sehen.

Der Staat hat den Online-Glücksspielmarkt inzwischen reguliert. Aber viele alte Schäden, Urteile und offene Forderungen hängen noch irgendwo in früheren Gesellschaften, Auslandskonstruktionen oder Vollstreckungsproblemen fest.

Die Gegenwart wurde legalisiert.

Aber die Vergangenheit wurde nicht sauber abgewickelt.

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