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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Warum erlauben die Anbieter den Zugriff aus dem Ausland auf deren deutsche Homepage? Die wissen doch genau, dass die Gesetze in dem jeweiligen Land gelten, in dem man spielt. Und Geoblocking ist kein Hexenwerk mehr.

Das ist ein weiterer Versuch Sand ins Getriebe zu werfen, wird nicht funktionieren..
Beispiel, es wird vorgeworfen im Ausland gespielt zu haben mit Zeitraum, dumm nur das keine Transaktionen oder Wetten durchgeführt wurden laut der Liste in diesem Zeitraum.
Außerdem gab es das Thema 100x wir wohnen in Deutschland, also können wir hier zum Gericht gehen und das Gesetz zählt.Urlaub steht jedem Bürger zu und mit Sicherheit schaut sich keiner vorher an ob es irgendwo im Urlaubsland erlaubt ist, genauso wenig wie hier. Süchtige spielen egal wo und wann wenn es geht, damit völlig richtig die Seiten könnten schon vom Anbieter aus dem Land gesperrt sein. Das machen sogar einige Länder weil der Betreiber das einfach nicht tun kann oder will.  Das höchste was passieren kann ist das in diesem Zeitraum alles abgezogen wird.

Locker bleiben und ich sage es erneut, froh sein das wir ein Dach über dem Kopf und essen haben es hätte alles schlimmer kommen können...
Schöne 24 Stunden

Speedy made my day!!! Ich lach mich schlapp :))))

Ich mich auch  ;D

Ich frage mich halt nur wie man sowas mit sich selbst ausmachen kann? Ich würde mir doch irgendwann dumm dabei vorkommen, also dass ich meine eigenen Geschichten glauben muss..

Wisst ihr, es wird Zeit die Problematik an ihren Wurzeln zu packen. Natürlich suchen diese Online Casinos nach Rechtslücken, überlegen sich Taktiken wie sie sich da absichern bzw. verteidigen können. Diese Unternehmen verdienen Millionen.
Früher waren die Rechtsstreitigkeiten gerade wegen der Nutzung von den Finanzdiensleister und des generellen Verbots auch etwas einfacher. Mittlerweile sind auch diese online Glücksspiele teils legal mit entsprechender Lizenz.

Ich habe damals meine Klagen gewonnen und ratet mal wo das Geld wieder gelandet ist.

Ich behaupte das man sich mittlerweile mal gut überlegen sollte ob man sich den Stress und das finanzielle Risiko antun sollte. Selbst wenn man vor Gericht gewinnt ist ja die Möglichkeit, im Ausland gar nicht vollstrecken zu können groß. Je mehr Spielsüchtige, umso mehr Verluste! Und diese Casino Unternehmen sind ja auch immer mehr darauf vorbereitet das da Rechtsstreitigkeiten kommen und haben auch das Geld dafür. Wobei es ja mittlerweile sogar so ist, das sie auf Klagen in Deutschland nicht mals mehr reagieren. Haben in Malta z.B ja eh nix mehr zu befürchten.

Mein Ratschlag: Mit Geld spielt man nicht. Aufhören mit dem Dreck!!

@Dennis47 Es steht jedem frei, einen PKF ins Boot zu holen. So entsteht kein finanzielles Risiko. Und wenn man vor Gericht gewinnt, wird man früher oder später auch sein Geld sehen.

Dieses kleine kriminelle Malta wird seine Spielchen nicht mehr lange spielen können. Es ist eindeutig unionsrechtswidrig, Urteile nicht anzuerkennen, und die Konsequenzen werden hoffentlich folgende sein: Malta aus der EU entsorgen oder dazu zwingen, Bill 55 wieder abzuschaffen. Diese Blöße, gegen ein Land mit 500.000 Einwohnern nichts ausrichten zu können, wird sich die EU-Regierung nicht geben. Es wird halt nur noch ganz schön lange dauern.

Danke, Dennis.

Und zu Mr. Nobody:
Etwas Realismus würde so Manchem hier mal ganz guttun.

Für Malta ist das eine wichtige Steuereinnahmequelle, und natürlich tun sie alles Mögliche, damit das so bleibt. Ihre eigenen Interessen stehen da im Vordergrund.

Mag sein, daß eines Tages die Bill55 gekippt wird, aber selbst wenn nicht... da wird niemand Malta aus der EU 'entsorgen' (wollen), nur weil ein paar dort ansässige Briefkastenfirmen von der Regierung 'gedeckt' werden. Daran hat niemand irgendein Interesse.
Die EU ist ein riesiger bürokratischer Verwaltungsapparat, den meisten Leuten, Politiker inklusive, ist das obendrein schlichtweg egal, und die persönlichen Gefühle einzelner dazu interessieren dann auch keinen.

Obendrein gibt es Mitgliedstaaten, die mit auf EU-Ebene deutlich fragwürdigeren Alleingängen 'durchkommen' - und auch dort ist ein Ausschluß aus der EU noch nie als Option in Betracht gezogen worden.

Ich denke also, du überschätzt die Relevanz, die diese rechlichen Fragen auf EU-Ebene haben, gewaltig.


Heute habe ich in einem Artikel gelesen, wo der Mann handgreiflich wurde und Ausgangsposition hierfür sei seine Spielsucht.

Da wurde die Frage gestellt, ob der Mann vielleicht sein Million Vermögen verspielt haben könnte.

Ein "Experte" sagte, dass das in staatlichen Casinos nicht möglich sei. Man habe ja geschultes Personal, die darauf acht geben.


Mega; das geschulte Personal. Es gibt Roulette Tische in Deutschland, da können 10.000 auf einfache Chancen gesetzt werden.

Wäre mal interessant, wie oft eine Sperre vom geschulten Personal veranlasst wurde. Die wird wohl im Promillebereich liegen.

Was macht Ihr eigentlich alle für einen Wind?

Ich erinnere noch mal an das Gespräch mit dem Spielhallenbesitzer:

1. Es dürfen nur 60 € je Stunde in einen Automaten geworfen werden. Die blöden Pausen schmälern die Einnahmen zusätzlich.
2. Spielhallen erfüllen die Anforderungen für Altenheime ... die alten Mütterchen mit ihren Rollatoren genießen ihr 5 Cent Spiel, während der Unternehmer draufzahlt. Das ganze Gedöns drum herum kostet ja auch noch ne Menge.
3. Automaten schmeißen 125 % der Einnahmen wieder aus.
4. Die Glücksspielindustrie ist ein atraktiver Arbeitgeber ... Aufsichten, Techniker, Entwickler, Bauteillieferanten, Psychologen ... würde man das Glücksspiel verbieten, dann wären die alle arbeitslos.

Mein Vorschlag nach dem Gespräch an die Politik: Überlegt Euch doch mal, wie ihr die GI irgendwie über Steuergelder subventionieren könnt. Nicht dass unsere Wirtschaft noch den Bach runter geht ...




#Sarkasmus off#

Ich empfehle jedem, Malta NICHT als Urlaubsland zu wählen! Nur so kann man die packen ... Leider reisen auch viele Engländer und Russen in dieses Land, denen die Machenschaften der GI sicher am Allerwertesten vorbei gehen.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

@Tal
Als ich jung war, hieß es: Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt! Ich finde das nach wie vor richtig. Jedenfalls meistens  oder oft. Nicht immer.

Was ich meine: wer sich wehrt, sollte das nicht ,,blind" tun. Man braucht Kraft dazu und eine gewisse Stärke. Sprich stabile Spielfreiheit verbessert die Chancen. Man steht dann nicht so unter Druck. Ist nicht erpressbar mit billigen Vergleichsangeboten, geduldiger etc.

Und nochwas: Bill55 fällt! Garantiert. Die Frage ist wann. Es wird aber dran gearbeitet. Seid zuversichtlich!

LG Ilona
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Bluesky@gluecksspielsucht.bsky.social

#2350
Daß ein solcher Kraftakt stabile Spielfreiheit erfordert - da bin ich wohl bekanntlich der Letzte, der dem widersprechen würde. Sich da so 'reinzusteigern' hilft da aber sicher nicht. Das klingt eher nach dem Gegenteil.

Ich sage auch nicht, daß man sich nicht wehren soll. Wie kommst du denn auf sowas?
Ich sage nur, daß man schon mit einer passenden Erwartungshaltung an so eine Sache herangehen sollte.

Daß Bill55 eines Tages gekippt werden könnte, liegt zumindest im Rahmen des Möglichen.
Daß Malta aus der EU 'fliegt', weil sie ausländische Urteile ignorieren, hingegen nicht.

Ganz einfach eigentlich. Mehr habe ich gar nicht gesagt.


Naja, egal.


Ich hatte gerade Pause und habe gelesen, dass im Amateurfussball ein 0:7 im Pokal aufgeholt wurde und in der 7. Minute der Nachspielzeit in ein 7:7 verwandelt wurde.

Wie war das nochmal mit den verbotenen Amateurfussballwetten? :) Oder wie es bei Reddit hieß: "Was zum F... ist dorf passiert :)

Ich traue ja zum Glück niemandem mehr, wenn es um Geld geht :) Auch ein Grund, warum ich Klage und NICHT mehr spiele! Geld her und unters Kopfkissen :)


Ich würde soweit gehen und behaupten, das Casinos mit deutschen Standorten durchaus vollstreckbar sind. Die sind ja meist auch in Marketing von diversen Fußballvereinen hier vor Ort verankert und wollen es auch bleiben.
Aber Casinos in Malta selbst und zwar ausschließlich nur dort ansässig, werden auf Kurz oder Lang nur schwer zu bekommen sein.

Es ist ja nicht erst mit diesem verabschiedeten Gesetz so. Die EU Verordnungen/Richtlinien sehen ja sogar vor, das Vollstreckungen von einem Mitgliedsstaat nicht umgesetzt werden müssen, wenn sie gegen nationale Gesetze bzw. Interessen verstoßen. Mit ihrem "Bill55" hat die Regierung in Malta das nochmal grundlegend manifestiert. Ich habe entsprechende Zitate aus den EU Richtlinien schon mehrfach hier gepostet. Deswegen glaube ich nicht dran, dass das gekippt wird. Vor allem nicht auf EU Ebene. Dafür sind die Steuereinnahmen Maltas zu sehr von diesem Glücksspiel Sumpf abhängig.

So traurig das auch ist!

#2353
@Dennis47 Es ist die EuGVVO, also eine europäische Verordnung und damit in allen EU-Mitgliedsstaaten sofort umsetzbar.

Dieser Ordre Public-Scheiß ist der größte Abfall, auf den man sich stützen.

Ein Ausschnitt aus Wikipedia zu ordre public:
Zudem ist sowohl bezüglich des kollisionsrechtlichen als auch bezüglich des anerkennungsrechtlichen Ordre-public-Vorbehalts anerkannt, dass die jeweiligen Vorbehaltsklauseln eng auszulegen und nur in Ausnahmefällen anzuwenden seien.
Und die ordre public der Bananenrepublik wurde um Bill 55 ergänzt mit folgendem Inhalt:
Das Gericht wird die Anerkennung und/oder Vollstreckung in Malta -jedes- ausländischen Urteils und/oder Beschlusses, der in einer Klageart gemäß Unterabschnitt (a) erwähnt ist, ablehnen."
Das nenne ich eng ausgelegt - nämlich zu engen 100 %.
Schwerwiegende finanzielle Folgen sind immer noch keine Verstöße gegen die ordre public.

Wenn eine Familie in Deutschland lebt und der Vater will zurück nach z.B. Saudi-Arabien, dann sieht das saudi-arabische Gesetz vor, dass das Kind bei Trennung immer zum Vater kommt - IMMER. Das Kind will aber in Deutschland mit seiner Mama leben und sich hier entfalten. Da greift die deutsche ordre public, weil das Kind hier lebt und dieser Zwang gegen deutsche Grundrechte verstößt. Hier greift die deutsche ordre public und wird über die saudi-arabischen Gesetze gestellt, weil es gegen die DEUTSCHEN WERTVORSTELLUNGEN VERSTÖẞT.

Das Beispiel mit dem Kind bestätigt doch genau das, was Dennis gesagt hat; die Ordre Public eines einzelnen Landes kann über internationales Recht gestellt werden, wenn sie im Widerspruch zu dessen eigenen Wertvorstellungen und / oder 'Gerechtigkeitsverständnis' stehen.

- Was bei Bill55 auch der Fall ist, zumindest legt Malta es so aus. Auch wenn ich das ebenfalls für ziemlich vermessen halte - so ganz ohne 'Grundlage' ist deren Handeln dennoch nicht.

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