ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

Kraut und Rüben - querfeldein

Begonnen von Olli, 17 August 2023, 17:03:41

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#435

Erstellt mit ChatGPT

Die Alten gehören doch zum Inventar ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

#436
Was sage ich immer ... KI will nur Deine Aufmerksamkeit ... und wenn die erst mal vorhanden ist, dann wird es teuer ... :)
Heute morgen habe ich zwei Versionen des letzten Bildes erstellt. Aber ich wollte nun ins Bild noch hineinschreiben, dass es mit ChatGPT erstellt worden ist und das Gesagte wollte ich auch noch ändern in:

Der Gute ist schon so lange hier, dass er mit zum Inventar gehört. Damit unterliegt er dem Denkmalschutz und darf nicht beerdigt werden.

Nun, ich durfte diese Änderungen nicht mehr machen, ich muss warten bis kurz vor vier. Und wenn ich das nicht möchte, ja dann kann ich ja ein Abo abschließen. Meine Aufmerksamkeit war schlagartig verschwunden ...

Kleiner Hinweis zum genannten Denkmalschutz: Das Rathaus, in dem ich arbeite, steht unter Denkmalschutz. Photovoltaikanlagen dürfen daher nicht auf den vorhandenen Flachdächern angebracht werden. Bei rund 200 Personen, die alle einen PC und mindestens einen Bildschirm haben, kommt schon so manche Kilowattstunde zusammen. Da beim Bau der Brutalismusstil angewandt worden ist, müssen in vielen Büros auch tagsüber die Beleuchtungen eingeschaltet sein. Nun ist kein Geld mehr da für die Altersteilzeit ... für toten Beton aber sehr wohl ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

So ... der nächste Rentendämpfer ...

OK, es ist noch nicht in trockenen Tüchern, doch die Unverschämtheiten der Regierungen gehen weiter.
Das noch nicht beschlossene Rentenpaket besagt, dass die Jahrgänge bis 1966 noch als besonders langjährig Versicherte behandelt werden und daher im Alter von 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen können, wenn sie 45 Jahre voll haben.
Bei den 1967-ern, wozu ich ja gehöre, gibt es eine Klausel. Wer bis zu einem noch nicht bestimmten Stichtag eine Altersteilzeit genehmigt bekommen hat, kommt auch noch in den Genuss der besonders langjährig Versicherten. Wer das nicht hat, der muss in 2 weiteren Jahren ca. 3.450 h mehr arbeiten. Dazu kommt ja noch die abgeschaffte ATZ, die ja auch schon 2.640 h verlangt. Macht zusammen: 6.010 h mehr Arbeiten. Und da brabbelt ein Merz, dass eine h mehr ja nu nicht zu viel verlagt wäre. Eine h mehr sind dann aber doch noch einmal 182 h oben drauf.

Wenn ich einmal überlege ... rund 500.000 € sind im Laufe der Jahre schon für mich in die Rentenkasse geflossen. Hätte ich das mit jährlich nur 2 % verzinst, läge ich schon bei 1,24 Millionen € Guthaben. Bei einer monatlichen Entnahme von 4.000 hätte ich 36,5 Jahre Zeit, in denen ich das Geld und die Rente genießen könnte. Ich müsste dann also fast 100 werden, bevor ich Unterstützung vom Staat bräuchte.

Was machen die Idioten da mit uns?
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Ich kann es aber auch nicht lassen ... :) Gerade hatte ich mir dieses Video angeschaut:
https://www.youtube.com/watch?v=e_vIunMB50U

Wenn ich also das unsichtbare Vermögen betrachte, dann errechnet sich dies ja über die Lebenserwartung. Wer dann erst später in Rente darf, dem reduziert sich die Lebenserwartung.
Somit wird ihm Vermögen entzogen. Nennt sich das dann nicht Diebstahl? Oder Betrug?
Ich sehe das auf jeden Fall für uns alle als massiven Vertrauensverlust an!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hallo Olli,

ich kann Dich wohl verstehen, gerade in Sachen Politverdrossenheit. Wenn ich Heute noch ferner Nachrichtensendungen anschaue, sollte ich mir vorsorglich einen Eimer neben den Monitor platzieren.

Ach was schreibe ich da,. Wir brauchen eine neue Gesellschaft,
und wir Spielsüchtigen können dazu beitragen, wenn wir abstinent bleiben, und unseren Weg der Genesung gehen.

Eine Gute Nacht

Andreas
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Ach, herrlich ... habe es gerade gehört ... :)

Wo treffen sich alle, die gegen Merz sind?

In der Merzweghalle! :)

Ein Hoch auf die Flachwitze ... )
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Hmm ... kurz vor Feierabend gehe ich gerade auf unsere Intranetseite:

ZitatBeratung beim Psychologischen Dienst weiterhin möglich

... steht hier plakativ in dicken, fetten Lettern und ich denke bei mir ... echt coole Sache.

Dann rufe ich die Seite auf und da steht zuerst:

ZitatEin Termin kann gebucht werden, ohne dass die Stadtverwaltung darüber in Kenntnis gesetzt wird. Sie erhält am Ende nur eine Abrechnung, wie viele Stunden in Anspruch genommen wurden.

Es wird ja immer besser!

ZitatDa es sich hierbei um eine freiwillige Leistung der Stadtverwaltung handelt, muss aufgrund der Einsparungen im Haushalt das Angebot allerdings eingeschränkt werden. Pro Kalenderjahr steht jedem Mitarbeitenden nun eine Beratungsstunde zur Verfügung.

#Mit dem Gesicht flach auf die Tischplatte knall --- wieder und wieder und wieder ...#

Was bringt es, wenn da jemand ein einziges Mal im Jahr für sage und schreibe eine Stunde aufschlägt?
Was ist mit dem Aufbau einer Beziehung? Weiterführenden und zeitnahen Gesprächen?

Was haltet Ihr davon? Ist das ein "gutes" Mitarbeiterangebot?
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Also ich finde, man sollte die Kirche mal im Dorf lassen. 😂

Eine Stunde psychologische Beratung pro Jahr ist doch völlig ausreichend.

Da kann man sich doch wunderbar kurz vorstellen, einmal tief durchatmen, sein Problem in Stichpunkten vortragen und bekommt dann bestimmt noch den wertvollen Hinweis:

,,Wir sehen uns dann nächstes Jahr. Bis dahin: Kopf hoch!" 😂

Wobei... wenn man sich beeilt, schafft man vielleicht sogar noch die Anamnese. 😜

Aber mal im Ernst: Als niedrigschwelliger Einstieg ist eine Stunde natürlich besser als gar nichts. Nur sollte man dann vielleicht ehrlicherweise ,,psychologischer Schnuppertermin" statt ,,Beratung weiterhin möglich" schreiben.

Und wer nach 60 Minuten noch Gesprächsbedarf hat, darf vermutlich einfach ein neues Kalenderjahr beantragen. 🤣
Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt und drei macht neune,
ich mach' mir die Welt,
Widdewidde wie sie mir gefällt 🎶

Ach, ich Dummerchen ... Ich weiß, was die wollen. Die angehenden Rentner sollen sich unbedingt einen Zweit- oder Dritttermin machen! Den können sie aber gar nicht machen, wenn sie ausscheiden. Also müssen sie gedrungenermaßen in den sauren Apfel beißen und ein paar Jahre dranhängen.
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Ach sooo! 😂

Jetzt hab ich's auch verstanden. Das ist gar kein psychologisches Beratungsangebot – das ist ein Personalbindungsprogramm mit therapeutischem Anstrich. 🤣

,,Sie möchten in Rente gehen? Kein Problem. Wir haben da noch einen freien Beratungstermin für Sie... im nächsten Kalenderjahr."

Und schwupps: Wieder ein Jahr gewonnen!
Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt und drei macht neune,
ich mach' mir die Welt,
Widdewidde wie sie mir gefällt 🎶

In meiner Firma gibt es das auch. Und ich arbeite nicht im öffentlichen Dienst. Inwiefern das bei uns beschränkt ist weiss ich aber nicht da ich nie da war.
Ich denke aber dass das eher so eine Art Massnahme ist um Leuten mit akuten Problemen schnell zu helfen, indem man Möglichkeiten aufzeigt und vermittelt. Also dass das nicht als dauerhafte Therapiemöglichkeit gedacht ist.

Und mal ehrlich. Ich würde mit sensiblen Themen sicher nicht zum psychologischen Dienst meines Arbeitgebers gehen. Erstens geht die das nichts an und zweitens ist es auch nicht deren Aufgabe, meine Genesung zu finanzieren.

Die meisten Menschen hätten die Möglichkeit eh nicht, da sind mein Arbeitgeber und deiner wohl eher die Ausnahme. Ich verstehe also nicht so wirklich, was es da zu meckern gibt.




Ich glaube, ihr habt beide irgendwie recht. 😄

Sebb , du beschreibst wahrscheinlich ziemlich treffend, wofür so ein Angebot gedacht ist: einmal auffangen, sortieren, Möglichkeiten aufzeigen und weitervermitteln.

Aber ganz ehrlich: Olli darf doch auch einfach mal meckern. 😂
Wenn man mit seinem Arbeitgeber gerade sowieso auf Kriegsfuß steht, muss man doch nicht jede Maßnahme erst auf ihren volkswirtschaftlichen Sinn untersuchen, bevor man sich darüber aufregen darf. 🤣

Manchmal reicht doch völlig:
,,Das ist doch Kacke!"
Gesicht auf den Tisch.
Nochmal Gesicht auf den Tisch.
Und danach geht's einem wenigstens kurz besser. 😂

Und wer weiß – vielleicht ist genau DAS die eigentliche Funktion der einen Beratungsstunde. 😜
Zwei mal drei macht vier,
Widdewiddewitt und drei macht neune,
ich mach' mir die Welt,
Widdewidde wie sie mir gefällt 🎶

Da hast du natürlich Recht. Eine überzogene Anspruchshaltung und Jammern auf hohem Niveau sind ja sonst so gar nicht sein Ding, also lass dem armen Kerl doch ausnahmsweise auch mal seinen Spass.

Wie unsensibel und gar spassbremsig von mir, da mit Realismus dazwischenzugrätschen.

Hi Sebb!

Tatsächlich war das ursprünglich gedacht, dass die Leute da einen Ansprechpartner haben, auf den sie jederzeit zugehen konnten. Die Anzahl der Stunden war nicht gedeckelt. Ich weiss nicht, wie oft das Ganze in Anspruch genommen wurde, doch es gibt, gerade im sozialen Bereich, viel Fluktuation der Beschäftigten, die die emotionale Belastung nicht lange aushalten. Da braucht es keine einstündige Intervention pro Jahr, um die Leute an die entsprechenden Stellen weiter zu leiten - da reicht ein Aushang am schwarzen Brett.

Du musst Dir mal anschauen, was die Idioten sich gegenseitig auf die Schultern klopfen. Dabei haben sie keine Ahnung, was die Personalkostendeckelung nun für die vorhandene Belegschaft bedeutet.

Fangen wir an mit den letzten Dienstanweisungen. Die muss jeder lesen, die sind aber ja auch erst einmal aufgestellt worden. Der einzige Zweck: Abwehr von Regressansprüchen gegen den Arbeitgeber.
Wirklich sinnvoll ist die neue Brandschutzordnung. Ums Haus stehen 3 Schilder für die Sammelplätze. Darunter angebracht sind Schilder für die Fachbereiche, die sich hier treffen sollen. In der Brandschutzordnung ist eine Übersicht mit 2 Sammelplätzen. Gestern war eine Branschutzübung und es herrschte Chaos. Wer sollte wo hin? Ich hatte die Zuständigen über den Mißstand informiert, sodass Montag noch mal eine Mail rundging, in der der fehlende Sammelplatz als ungültig erklärt wurde.
Draußen stehen auch heute noch die Schilder ...
Es fehlen dafür die Beschilderungen im Gebäude. Wo sind hier die Fluchtwege? Nun bin ich ja ortskundig. Doch wir müssen uns vorstellen, dass wir hier in einem Rathaus sind, in dem Publikumsverkehr herrscht. Im Brandfalle sind die Flure verraucht, man sieht die Hand vor Augen nicht mehr.
Direkt bei mir vor dem Büro ist eine Brandschutztür. Die sollte sich bei einem Alarm schließen - tat sie nicht!

OK, nächste Dienstanweisung: Energie und Wasser. Mehrere dutzend Seiten Schwachsinn, nicht weil es nicht stimmt, was da drin steht, sondern weil es so offensichtlich ist. Wenn ich in Urlaub gehe und es ist Winter, dann kann ich die Heizung am Thermostat runter stellen. Das Wasser am Krahnen soll nicht ewig laufen, muss es aber, damit die Feststoffe erst mal rausgespült werden ... alte Eisenleitungen eben ...

Aber jetzt - ganz wichtig: Die Dienstanweisung zur Verwendung von Leitern. Oh, ja, es fehlt nicht mehr viel und es gibt eine Dienstanweisung zur Öffnung von Türen und Fenstern. Eine zur Benutzung des Fahrstuhls oder der Treppenhäuser. Irgendwer könnte ja auf die Idee kommen, mit dem Rollstuhl den Treppenturm herunter zu fahren.

Wir haben einen jungen Mann, der fleissig ist. Sein Zeitvertrag läuft nun bald aus. Der Vertrag wird nicht verlängert. Wer macht demnächst seine Arbeit? Es dauert auch nicht lange, da gehen wieder welche in Rente. Was ist mit diesen Stellen? Wer übernimmt diese Arbeit?

Im Moment sind Radpendlerrouten schwer angesagt. Von jetzt auf gleich sollten wir mehrere Kilometer Hauptverkehrswege aufmessen. Wir geben ja unser Bestes, doch das braucht nun mal seine Zeit. Die Planer hatten diese Zeit nicht. Also wurden einige Kilometer vergeben. Die Daten liegen uns nun vor. Eine Katastrophe! Wir wissen nichts über die Genauigkeit und die Vollständigkeit der Daten.
Wir hatten im Vorfeld unseren Katalog abgegeben, In solch einem Katalog ist geregelt, wie was benannt ist und auszusehen hat.
Es wurden aber hauptsächlich nur eine Linie verwendet. Wenn wir uns die Begrenzung eines Gehweges zur Fahrbahn anschauen, dann ergibt sich die Linie sinngemäß. Nun gibt es dazu aber eine Parallele.
Was ist das denn nun? Ist das die Basamentrinne, die in die Einläufe führt? Oder ist es der Kantstein, der auch immer verlangt wird? Wir wissen es nicht.
Das ist jetzt das Eine ... das Andere kommt nun. Díese Daten können wir so nicht in unsere Datenbank aufnehmen. Wir könnten die Bedeutungen alle ändern und auch die Objejtbildung nachholen. Doch wie lange soll das dauern? Die Vertrauenswürdigkeit der Daten würde sich damit immer noch nicht steugern.
Was machen wir also damit? Wir legen eine eigene Datenbank dafür an. D.h., wenn wir etwas aufmessen sollen, dann müssen wir nun an zwei Stellen nachschauen.

Bushaltestellen ... sollen behindertengerecht ausgebaut werden. Wir schaffen gerade 3 - 4 pro Woche neben all der anderen Arbeit. Die Chefin hat hier schon entschieden, dass unsere Daten auch nicht in die Datenbank kommen, da sich die Örtlichkeit ja sowieso zeitnah dann wieder ändert.
Wir brauchen also wieder einen separaten Speicherort.
Jetzt geht das den Verantwortlichen wieder nicht schnell genug. Also werden die Aufgaben wieder vergeben. Was da zurück kommt? Keine Ahnung ... es wird aber einen vierten Speicherort geben.

Ich muss mal kurz unterbrechen ...
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

Das bedeutet also nun, dass wir die nächsten 20 oder 30 Jahre, ok, ich nicht mehr, immer wieder an mehreren Stellen nachschauen müssen. Und da wir damit dann mit Selbstverwaltung beschäftigt sind, müssen Aufträge weiter vergeben werden, was unseren Aufwand weiter erhöht. Moment, da schließt sich der Kreis ... wir werden auch nur demnächst eine Stunde pro Jahr effektiv arbeiten können! ;) Jetzt müssten wir dazu nur noch Termine einrichten ...

Zurück zu den Bushaltestellen. (Es kann sein, dass ich das schon mal hier geschrieben habe ...) Ich kann mich noch daran entsinnen, dass wie einmal mit den Bushaltestellenbuchten vollkommen ausgekommen sind. Wir haben uns nicht beschwert, wieso zwischen den Bushaltestellenbuchten nicht noch Bushaltestellen auf der Fahrbahn errichtet wurden. Wir sind hingegangen und eingestiegen - ohne Murren!
Auf einmal waren diese Haltestellen auf der Fahrbahn aber "in". Wenn ich zur Arbeit fahre mit meinem Auto, so fahre ich ja daran vorbei. Da steht kaum mal jemand und wartet, obwohl kurz darauf auch der Bus kommen müsste. So haben wir hier innerorts rund alle 200 - 250 m eine Haltestelle.
Jetzt sollen ALLE behindertengerecht ausgebaut werden. Es ist aber doch kein Geld da! Angeblich!
Ja, ja, ja ... da kommt der Fördermittelwahnsinn mal wieder zum Tragen. "Es kommt doch aus Fördermitteln! So einfach kannst Du das nicht sehen!" - Doch! Rechte Tasche - linke Tasche - gleiche Hose!
Es wird sich beschwert, dass dieses Jahr 9 Millionen € an Kreisumlage gezahlt werden muss. Wer ist der größte Einzahler in den Fördermitteltopf? Richtig - der Kreis!
Wie wäre es denn dann einmal, mit dem Kreis zu sprechen und zu sagen, dass es gar nicht sinnvoll ist ALLE Bushaltestellen auszubauen! Packt den Busfahrern einen Buzzer aufs Amaturenbrett. Jedes Mal, wenn ein behinderter Mensch ein- oder aussteigt, haut er da drauf. Zack, die Koordinate wird gespeichert und es kann ein Bedarf ermittelt werden, der dann auch zügig umgesetzt wird.
Übrigens kam erst kürzlich eine Nachricht durch die Medien, dass eine Kommune freudig berichten konnte, dass sie nun alle Bushaltestellen ausgebaut habe. Leider hatten sie nun kein Geld mehr für die entsprechenden Busse. Also wurden veraltete gekauft, bei denen nun leider die Höhen nicht zu den angehobenen Haltestellen passten.

Nun, jetzt wird gespart ... natürlich bei den bösen bösen Bediensteten. Die sind ja sooooooo teuer!
Die Frage ist doch eher wieso so viele Menschen im ÖD arbeiten! Wer schafft die Rahmenbedingungen? Wer erschafft die Bürokratie?

Wir waren vor einigen Jahren schon einmal in der Haushaltssicherung. Von knapp über 1500 sind wir zwangsgeschrumpft worden auf knapp über 1000 Bediensteten. Kaum war diese Phase überstanden, wuchsen wir wieder auf den alten Stamm an. Dann gab einer eine Studie in Auftrag, wie groß denn der Personalbedarf noch sei. Es waren zusätzliche 350 Stellen ermittelt worden. Davon ist nur ein Bruchteil tatsächlich noch eingestellt worden.

Und nun komme ich zum letzten Politikum, einer Industriebrache, in der jetzt groß Gewerbe und Wohnen entstehen soll. Per Vorkaufsrecht gekauft wurde es 2019. Es hatten also einige Leute sich schon um eine Vorkaufsrechtssatzung gekümmert und das Vorkaufsrecht ist dann ja auch ausgeübt worden. Viele Planer waren da beteiligt, die Kämmerei und die Politiker durften in die Presse!
OK, es gab da noch Gerichtsverfahren ... aber die kosten ja nix.
Seit 2019 messen wir dort wie blöde. Die Topographie ist gefragt, es werden auf Teufel komm raus die leeren Hallen gescannt und Bauzeichnungen daraus erstellt. Auch für den Denkmalschutz scannen wir dort.
Wir erstellen Lagepläne z.B. für das Tadsch Vokals, einem architektonischen Meisterwerk aus übereinander gestapelten Containern, die als Besprechungsräume dienen. Nebenan gibt es Bürogebäude, die man hätte benutzen können. Aber nein ... das wäre ja nicht durch die Presse gegangen.
18 Stellen sind dafür letztes Jahr erst geschaffen worden und die kosten heute ca. 1,5 Millionen €. Es werden jetzt Gebäude abgerissen für 6,5 Millionen, ob da die Industriekläranlage schon drin ist, weiss ich nicht. Im schlimmsten Falle kommen die Kosten noch mal oben drauf.
Dann gibt es dort nur marginal einen Kanal. Der muss also durch das ganze Gelände gebaut werden.
Es müssen Massen an kontaminierter Erde als Sondermüll deponiert werden und es muss neues Erdreich aufgebracht werden. Die künftigen Straßen wollen auch gebaut werden.

Frage an Euch: Wieso gibt man das Gelände nicht einem Investor und lässt diesen machen?
Richtig, dann ginge der Ruhm an ihn!

Übrigens hat man dort, wo wir einst eine Interimschule geplant, aber wegen der Kosten nicht umgesetzt hatte, im künftigen BPlan eine Wohnbebauung vorgesehen. Wer möchte denn da hin, wenn er weiss, dass sich die Baukosten fast verdoppeln?
Ein Investor lässt sich da doch nicht auf 15 % Rabatt auf den Grundstückspreis ein, den es für das festgesetzte Überschwemmungsgebiet gibt.
Ein Investor sagt der Stadt: Ich zahle einen symbolischen Euro und dafür kümmere ich mich um alles!
So etwas hatten wir hier schon ... da ging es um ein Schloss, welches zum Hotel umgebaut worden ist. Angrenzend wurden auch elitäre Wohnhäuser mit Tiefgaragenanschluss gebaut - in einem riesigen Areal.

Und nun kommen wir zu der einen Stunde pro Jahr zurück ... die ist jetzt ... ich muss arbeiten ... :)
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

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