ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

An diesem heutigen Tag

Begonnen von andreasg, 02 Juli 2021, 10:10:11

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..... schaue ich gerade auf das Kalenderblatt über dem Schreibtisch. Darauf ist die Nebenbahn von Niebüll nach Dagebüll - Hafen vor der brausenden Nordsee. Dorthin hat es mich 1969 als noch nicht 17 jähriger per Fahrrad gezogen, um ein paar Tage auf der Insel Föhr zu verbringen. Das waren prächtige Ferien für mich, allen mit Muskelkraft und Ausdauer dorch Norddeutschland geradelt, in Jugendherbergen gegessen und übernachtet, und immer den Blick nach vorne. Aber auf Föhr bin ich ruhig und eingekehrt geblieben.
Morgen wird sich das Kalenderblatt ändern, und ich freue mich, wieder Landschaften, Erinnerungen und Gefühle zu spüren.

Nur für Heute
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... habe ich im Bett gelegen, und darüber sinniert, wie Suchtprävention für Herranwachsende geschehen kann? Nun wmuß ich sagen, daß ich auf meinem Smartphone zwei soziale Medien auf meinem Smartphone habe, Gestern 1 1/4 Stunde im Wartezimmer saß, und der Akku das Gerät abmeldete... Jemand im Raum soll ja zur Zeitschrift gegriffen haben, das erkannte ich, aber gibt es noch das Magazin für Hugendliche in meiner Heimatstadt, daß sich auch sozialen Fragen widmet? Bein alten Doktor lag das noch aus, nun sind junge Ärzte in der Praxis.
So erinnerte ich mich an meine beiden alternativen Klinikaufenthalte,in denen das Handy bei der Aufnahme abgegeben werden muße, und bei dringender Nutzung der Therapeut mit eingeebunden wurde. Es waren defacto Therapien, die das Miteinander in der Realität in den Vordergrund stellt, und die Äußerlichkeiten absorbiert.
Was kann man Heute machen, wenn ein 15jähriger von Zuhaus wegläuft, geht in Imbissstuben, und steckt Groschen um Großen in den Spielautomaten, weil es sein Zuhause nicht mehr erkennt, und sich dort nicht mehr einfinden kann? In der Schule wurde ich von den Lehrkräften bedroht, daß das Jugendamt mir Ärger machen würde...!  Vor vielen Jahren habe ich einal von einer jungen Frau gelesen, daß sie als Mädchen an die Tür des Amtes gekloßt hat, um herrauszufinden,ob die Mitarbeiter der Behörde so schrecklich wären. Kurzum, ihr wurde kompetent gehalfen, und konnte in einer intakten Familie Zuflucht finden. Damußte ich erst einmal tief durchatmen.

Ist Selbsthilfe ein tragbares Instrument für Heranwachsende, gibt es Risiken, was ist, wenn profilaktisch jemand dabei zu Schaden kommt? Ich bin jetzt 37 Jahre in der Selbsthilfe unterwegs, in verschiendenen Engagements, und ich kenne nicht einen eizigen Präsenzfall dessen. Es ist Recht und Gesetzt, der Jugendschutz aus Hohes Gut, und das sollte Weltweit so definiert werden.
In meiner Heimatstadt sind zwei Fackliniken für Kinderheitkunde, dh. auch Kinderpsychologie. Wann dort einmal Termine frei werden, das steht ja in den Sternen, was behinderlic für die Wachstumstufen der Jugendlichen ist.

Ich schaue mir das Foto vom jungen Mann vor dem Schnellimbiss an, und sage mir: "das ist ok, ich habe eine Wertschätzung für ihn. Heute sieht mein Gesicht anders aus, das zunehmende Alter, und es gibt kein Fastfood und keine Groschen mehr. Was bleibt ist meine Geschichte, vom Weglaufen, und vom Zurückkehren, in das reale Leben.

Als ich später einmal in einer Suchtklinik meine Lebensgeschichte erzählen durfte, habe ich mich sehr darüber gefreut. Mein stetes Manko nach Aufmerksamkeit und Zugehörigkeit hat mich nahezu dahin gedrängt, meine Geschichte als Speaker preiszugeben. Ich habe schon immer wieder gerne Lebensgeschichten mir angehört, und als einmal eine Alkoholikerin die ihre erzählte, mußte ich weinen, weil ich mich darin wiederfand.
Ich bin der Überzeugung, daß die Skeaker nicht alleine sich öffnen, unm den möglicherweise Betroffenen zu helfen, sondern das frei Aussprechen dürfen von Dingen, die elementar wichtig sind, ohne unterbrochen zu werden, ohne daß Tratsch und Dünkel das kleinreden, und für den Effekt, daß es Menschen gibt, die einfach nur dabei sind und zuhören. Das Still werden, sich zu konzentrieren, für das Wesentliche, das Elementare, das berührt das Herz und die Seele wieder.
Als das Smarthone schwieg, konzentrierte ich mich auf Schille's Bürgschaft: "... und blicket sie lange verwundert an. DRauf spricht er: es ist Euch gelungen, Ihr habt das Herz mir bezwungen...

Das gibt mir immer wieder meinen Frieden zurück.

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

..... merke ich, wie tief meine Medienabhängigkeit geht. Was um alles in der Welt glotze ich mir Fake - Videos an, in denen die Politik im Lande nur noch verhöhnt wird? ....
Manchmal denke ich an die Zeit zurück, an denen ich Uniform tragen (mußte). Da habe ich den Grundsatz gepflegt Haltung anzunehmen, auch wenn ich wirklich kein Elitesoldat war. Sich darauf zu besinnen, was wichtig, und was Fakt ist, und der Verpflichtung zur Wahrheit nachzukommen, das ist mir ja alles in meiner Spielabstinenz wiedergegeben worden.
Ich bin vor über 12 Jahren in eine tiefe Staatsverdrossenheit geraten. Zum Trotz und in der Wut habe ich mich einem Arbeitskreis Arbeitsloser Menschen zugewandt. Wir haben uns ausgetauscht in unseren Schicksalen, und vor der Arbeitsagentur demonstriert. Das war eine Genugtuung für mich. Als das Wahlamt mich einmal als Wahlhelfer bestellte, dachte ich zuerst an das Erfrischungsgeld, also Verdienst durch erbrachte Leistung. Aber nun war ich in einem Kreis von Verflichteten, die aufrichtig und wahrheitsgemäß sich einfinden konnten. Ich bin viele Jahre als Wahlhelfer - Wahlleiter tätig gewesen. Sonntag morgens in der früh mit dem Wählerverzeichnis zur Grundschulde geradelt, das war ein Hochgefühl.
Irgendwann habe ich dem Wahlamt geschrieben, daß ich nicht mehr kann, mein Herzleiden habe ich erwähnt. Es ist für mich schön, wenn ich wieder am 23. September den Wahlraum betreten kann. Ich bin denen dankbar, die diesen Dienst tun. Mir hat das aus einer Lebenskriese geholfen, und das schöne war, ich warbereit Verantwortung zu übernehmen, und in einem Team integriet, die das auch ausübten.
Daran will ich ferner denken
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

..... hatte ich zwei Behandlungstermine. 1.) in der Podologie, und 2.) die Lymphdrainage.  Es war 9:00 Uhr, ich saß beim Frühstück, war etwas angespannt, da klingelte das Telefon. Die Chefin des Therapiezentrums sagte den Termin zur Lymphdrainage ab. Zuerst war ich erleichtert, weil ich eben angespannt war, aber dann kam die Enttäuschung hoch. Zwar bekam ich die Zusage, wenn ein Ersatztermin frei wäre, würde ich benachrichtigt. Das Fazit aber ist: PhysiotherapeutInnen sind auch nur Menschen, und den lieben langen Tag mit unterschiedlichen Menschen in bächster Nähe zu agieren, das kann Infektionen auslösen. Und - da kann ich auch nichts dafür, und nichts dagegen tun. Ich mußte das nun dem vertrauten Taxifahrer mitteilen, wir hatten Gestern noch die Wege, die Zeiten die Formalitäten besprochen, alles o.k., und dann die Absage. Ich bekam wieder mein Lieblingssxheisxgefühl, aber der Fahrer wehre das ab. "Es ist nicht deine Schuld", , diese Zusage kam gut an, und ich genoß die Fußpflege. Eine neue Podologin in der Praxis, und ich erklärte ihr die Umstände meiner Stützstrümpe. Der Chef kam dazu,, aber sie arbeitete sehr gewissenhaft, und nahm sich Zeit.Das war alles sehr beruhigend. Zum Ausgang hin rief ich den Fahrer an. Er wollte wissen, ob sich das Therapiezentrum gemeldet hätte. Nein, aber am 17.09. muß ich zur Neurologin, die ist nur 40 Km von meiner Heimatstadt entfernt, aber ich bin dort als Patient aufgenommen  :)
Der Kopf ratterte wieder los, wieder am Rechner sitzen, die Pflegerin erzählte Heute Morgen: ihr Sogn wollte Infomatik studieren, Fachbereich KI, und wir hatten beide das Wort "Fake" auf den Lippen. Wenn ich jetzt noch die Eigenschaften der Doktorapp hier einbringe, icht der Tag schon erfällt. Sie, die Pflegerin weiß, daß ich mein Tagebuch schreibe, aber sie sieht dabei nur das Schnellantwortfenster.
Der Kern ist und bleibt immer wieder: die Ecken und Kanten meines Lebens zu erkennen, und meinen Weg gradlinig zu gehen, auch wenn manches wehtut, oder ich es nicht verstehen will. Und wenn es sein darf, kann ja gerne das Telefon klingeln, Therapeutin und Termin sind gefunden, und ich bewege meine Finger, und rufe meine Driver an.
Als ich nach Hause kam, lag ein Brif im Kasten. Ich muß die Patientenfahrten mit Unterschriften belegen. Das tue ich immer wieder gerne und gewissenhaft wie möglich.

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Hi Andreas,
ich will nun doch mal auf deinen Kommentar zur Selbsthilfe als Suchtprävention bei Heranwachsenden eingehen.
M. E. liegt auch auch bei dir ein Missverständnis vor. Jugendschutz bezweckt nicht den Schutz junger Menschen. Er soll das Wesen der Jugend schützen, sicherstellen, dass Jugendliche auch weiterhin mit falschen Erwartungen, Halbwissen, Unerfahrenheit, Vertrauen, Sturm und Drang auf das Leben losgelassen werden, um sich den Herausfordernden bereitwillig an den Hals zu werfen.
Suchtprävention kann deshalb nur so weit gehen, dass das Potenzial der Jugend gesichert wird, jedoch nicht zu unerwünschter Zurückhaltung oder gar Widerwillen auf Grund vorweggenommener Lebenserfahrung führt.


Hallo Loser,

ich danke Dir sehr. Das sind Worte, die mir nicht den Kopf verdrehen, sondern die ich verstehen will.
Es kommt mir ja in der Selbsthilfe nicht darauf an, aus den Hilfesuchenden Chorknaben und Ballerienen zu formen, sondern primär ist die Solidarität mit ebenfalls Betroffenen.
Wenn ich in meinem Alter in eine SHG gehe, sitzen dort mitunter Menschen, die mein Alter haben, aber anstatt Glücksspiel, Stents und Bypass im Herzen tragen? (Vogestern hatte ich ein intensives Arztgespräch)
Bei der Auseinanderstzung, die ich forzierte, ging es um eine Gesetzlage aus den Vereinigten Staaten, die den Versicherungsschutz regelt, der auch auf Deutschland übergreift. Das ist zu kompliziert, daß ich es verstehen könnte.  Aber wenn ein Herranwachsender Mensch den Gruppenraum betritt, habe ich keine Autorität und auch kein Verlangen, seinen Ausweis mir vorlegen zu lassen.
Desweiteren hatte ich Heute Morgen ein Gespräch mit meiner Pflegerin. Es ging um die Prävention zur Drogenabhängigkeit. Unser gemeinsames Fazit war sehr ernüchternd, geinhaltet aber auch die Sorgfalt der medizinischen Einrichtungen, trotz Einschlänkungen im Gesundheitswesen. Es ist und bleibt aber immer viel zu tun.

Wenn ich einmal einen 16jährigen adipösen, ungepflegten Herranwachsenden, der seine Ausbildung abgebrochen hat, der nicht einmal wagt, von einer Freundin zu träumen, der sich schämt, weil er aus einem dyfunktionalem Elternhaus stammt, der sich aber mit Panzernashörnern vergleicht, treffen würde, käme mir keine Scheu, keine Angst auf, mich mit ihm zu unterhalten, und ihm zu sagen, daß das Bimmeln von Geldspielautomaten nicht zufrieden stellte. Ich nenne das: "die Aussöhnung mit den Inneren Kind", und genau das ist mein Ziel für meine Heilung

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Du hast ja einen ganz speziellen Humor, Andi. Der wird dir auf deine alten Tage noch Ärger mit dem Jugendschutz bescheren. Mehrfach ungesättigte Fettsauen mit pubertären Hemdwechselstörungen gibt's inzwischen reichlich. An einem Vollkörperkontakt wirst du auf absehbare Zeit sicher nicht mehr vorbei kommen.
Erzähle dann aber besser nichts über deine Kindheit. Nachher wiegelst du noch Einen dazu auf, mit 120 Kilo netto auf Bäume zu klettern anstatt am Hebel zu ziehen, und ich will nicht mit ansehen müssen, wie du dich totlachst.

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