ONLINE-Selbsthilfegruppe | Samstags von 19 Uhr bis 21 Uhr

An diesem heutigen Tag

Begonnen von andreasg, 02 Juli 2021, 10:10:11

Vorheriges Thema - Nächstes Thema
Hallo Isa,

Danke für Deine Nachfrage und Dein Interesse. Also es war so, daß ich wohl mit Lampenfieber zu tun habe, immer noch. Erst einmal habe ich von den Umständen der Stellvertretung erzählt, und auch das Literaturstücck angedeutet, daß sich durch das Meeting begleiten soll. Blöderweise habe ich die Chairvorlage durcheinandergebracht, also Einführungsworte nicht berüvksichtigt, die aber nachgeholt. Das nenne ich altersgemäße Tüddeligkeit, mache mir aber keinen Kopf mehr darüber, außer, daß die Neurologin in einer Staadt, 40 km von daheim praktiziert...Spannend wurde es für mich, als ich angab, den Text wegen meiner Sehschwäche nicht bündig lesen zu könneen. Ich gehöre ja zu den Menschen, die Disziplin und Perfektionismus von sich erwarten - aber diesen nicht haben finden können.... 8)
Drei Teilnehmerinnen fanden sich, die die Geschichte reihum erzählten, dadurch trt eine wunderbare Dynamik ein, und das war wohl der Schlüssel, daß alle Teilnehmenden wirklich zufrieden waren.

Nach einer Zeit des dumpfen Grübelns in der Hitze tat mir das wirklich sehr gut.

Liebe Grüße

Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Das hört sich nach einem gelungenen Sache an 👍🏼
Freut mich sehr für dich !
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

Danke Isa,  :)


.... bin ich am Sportwettladen vorbei zur Krankengymnatik gegangen. Die Tür des Wettladens stadt sperrangelweit offen, aber es herrschrte einen Totenstille in dem Laden. Nicht einmal der legendäre Gorilla hat gebrüllt, toales Schweigen. Also volle Konzentration  auf mein Gangbild unter der Stärkung von Rücken - und Bauchmuskulatur gestärkt. Später daheim angekommen, meine Email gecheckt, meinen Kontostand abgefragt, und dann zum Mittag auf Youtube geswicht. Also ich muß sagen: unter den vielen Millionen Deutschen Fußballexperten im Lande haben wirklich viele, sehr viele ihren Senf dazugegeben. Und mein Kopf denkt dann: hier der Like - Button, dort die Abo - Glocke, und damit zahlt es sich aus. Einem dieser rührigen Analytikern habe ich in den Kommentar geschrieben, daß wir sondergleichen Argumente früher in der Kneipe ausgetauscht haben, bei Bier und Apfelkorn, ob da einer eine Runde schmeißt oder nicht, aber so haben wir Niederlagen am besten Verarbeitet.
Heute geht das anders, nach Nutz und Frommen wirken und handeln, das Wichtigste zuerst beachten, und Fairniß  und Respekt zu üben.
Als ein spielsüchtiger Mensch brauche ich einen Ort des Friedens, oft mit mir selbst, aber auch mit Menschen, denen ich Leid angetan habe, und das braucht keine Selbstdarstellung auf großer Bühne.
Niedelagen können Lernstoff für das restliche Leben bieten.

in sportliem Sinne
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

... ist mir wieder einiges bewußt geworden. Genau genommen der Status meiner Spielsucht. Wo stehe ich in meiner jetzigen Spielabstinenz, was liegt noch offen, und wohin geht mein Weg.
Meine letzten Stichpunktee waren eben meine Sozialen Ängste, die Angst vor einem Absturz in bitterer Armut - auch wenn ich eigentlich spielfrei bin. Für mich ein Mangel an Geborgenheit, an Zutrauen, und dar Mangel an Selbstvertrauen. - Mein Fazit: ich kann nur mich selber ändern.
Die Spielfreiheit ist kein Sieg, ist kein Triumph für mich, sie ist eine Gabe, ein Geschenk für das Leben. Dessen bin ich mir bewußt. Und Gestern habe ich wieder einmal Gelegenheit gehabt, daran intensiv zu denken.

Es sind zwei Begebenheiten, wie mich bewegen: das erste eine Musik - DVD mit einem Romantischen Violinkonzert, die Uraufnahme stammt aus den 1950er Jahren. Einfach nur ein Genuß. Diese Musik hat mich früher begleitet, wenn ich mich auf mein Fahrrad gestetzt habe, und bin fernab aller Spielstätten durch das Calenberger - Land, meine Heimat geradelt, die Hügel hoch und runter und natürlich auch den Deisterpass.  Viel später, als ich schon länger in der Selbsthilfegruppe war, sprach ich mit einem Freund darüber. Seine Meinung war, das Radfahren erzeugte in meir einen Überlebenswillen, ein Licht am Ende des Tunnels, bevor die Sucht mich in den nächsten trieb. Wenn ich auf dem Sattel saß, hatte ich keine Angst, keine Scham mehr, ich fühlte mich frei, und über mir schien der blaue Himmel, mit oder ohne Wolkendecke!
Die angere Begebenheit war mein Einwählen in ein Zoom - Spielermeeting. Mir wurde klar und deutlich, hier ist zuhören angesagt, und so hielt ich meine Konzentration hoch, Ich freute mich aber ausdrücklich für jeden, für jeden, der auf dem Weg der Genesung angekommen ist. Ob 90 Tage, oder ein Jahr, das war wieder ein Geschenk für mich. Was passiert eigentlich, wenn ich in einem geschützten Raum bin, und höre einfach nur zu, kann ich dort und so wie Wege zur Genesung weitergeben?
Nach einer ziemlich aufgewühlten Nacht, wohl durch spannendes Fußballmach und zu warmen Schlafraum habe ich die Antwort dahingegend einfach gefunden:

kommt einfach wieder, es funktioniert, Einen Tag zur Zeit  :)
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

#499
..... habe ich mir den Notrufknopf ums Handgelenk gelegt, einfach weil ich Gestern depri drauf war, und überlegt habe, wenn ich 112 ins Telefon wählen würde, in welche Abstellkamm welcher Klinik ist abtransportiert werden würde?. - Irgendwann habe ich verstanden, das Mittel dagen ist: Zähneputzen, Körperpflege, ins Bett legen, die Schlfmaske auf das Gesicht leben, und  - Heute Morgen bin ich aufgewacht, ins Bad mich frisch gemacht, später das Bett aufgeschüttelt, Ordnung im Schlafzimmer geschaffen, trotzdem alles getan, was getan werden mußte. Zum Frühstück habe ich einen Bericht über Harald, den König der Löwen, in Mexico gesehen, und einen, wie die Wikinger die Copacabana eroberten, später profane Nachrichten gelesen, aber gelassen geblieben, womöglich, weil ich mich auf eine eigenen Inventuren im Leben verlassen will, bevor ich von allen guten Geistern verlassen werde. Gerade klingelte das Telefon, meine Pflegehelferin war dran, und berichtete, daß der Hausarzt in Urlab geht. Ich brauche noch überweisungen, Trasportscheine etcweil ja meine Behandlungen weiter fortgestet werden. Da ich noch etwas mit der Krankenkasse klären muß, wie die Taxischeine zur KG gestellt werden müssen, werde ich dort anschließend anrufen. Desweiteren muß ich den Gefäßdoktor anrufen, wann der in Urlaub geht?, also bin ich ja gerade wieder gut beschäftigt.
Desweiteren  warte ich auf den Götterboten, der mir eine neue Regenjacke von den Ottonen bringen will. Das Leben geht weiter, noch ist das Wetter trübe, aber die Sonne wird wieder in ihrem Glanz strahlen

Einen Tag zur Zeit

Schnell der Nachklapp: Alle Anrufe waren erfolgreich. Ich bekomme die Verodnungen und die Transportscheine. Morgen Nachmittag kann ich diese abhollen, und gleich darauf zu meiner Selbsthilfegroppe gehen.
Die Regenjacke ist auch schon da, , es mag ein Guter Tag werden
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Hallo Andreas

Ich finde es klasse wie Du alles so meisterst den Tag über.

Ich hoffe Deine Depri ist heute ein bisschen abgeklungen und Dir gehts wieder besser. Aber nachdem Du alles erdenkliche erledigt hast, wirds wohl so sein.

Übrigens eine Schlafmaske muss ich auch benutzen, da ich eine starke Schlafapnoe habe.

Ist hin und wieder wohl lästig, bei Dir bestimmt auch oder ?

Wünsche Dir noch einen Schönen rest Montag

Lg Mutze
Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren

Danke Mutze,

jetzt, wo es nachts kühler und angenehmer ist, trage ich die Schlafmaske wieder kosequent. Bei fast 30 Grad im Schlafzimmer ist das erstickend. Ich bin vor zwei Jahren im Schlaflabor gewesen, und so gehöre ich zum Kreise derer, die eine Schlafaphoe haben.
Mein Blutdruck ist auch wieder im Normalbereicht, und die Depri hat sich wieder verzogen.

Heute Nachmittag hole ich beim Hausarzt Überweisungen und Transportscheine, und bei der Apotheke Medikamente raus. Das ist jetzt nun einmal mein Job, aber das hilft mir ja, auf die Beine zu kommen.

Liebe Grüße
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... hat NDRfragt sich nach Freundschaften erkundigt. Ich habe das abgebrochen, es ist ein sehr schweres Thema für mich. Aber ich möchte ja gerne im www etwas anders tun, als ewig die Portofilos von Politikern zu sehen, die ihr Scheitern zur Agenda machen, ehemalige Sportgrößen, die in ihren Kommentaren den Zug nach Nirgendwo verpasst haben wollen, oder von Superreichen, die ihre geistige Armut in Scenne setzen müssen, um Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Ach, was soll es, Nun kommt der Satz in mir hoch: "was suchst du den Splitter aus dem Auge deines Nächsten zu ziehen, und siehst den Balken in deinem eigenen Auge nicht"? * Ich kann leider keine Zitatstelle angeben, denn das würde eine Rebellion herbeiführen, und selbst die Geistigkeit hütet sich sie Quelle dessen preiszugeben.

Eigentlich beschäftigt mich die Frage: wie kann ich als "genesener" Spieler  denen helfen, die noch unter ihrer Spielsucht leilen? Wenn ich diese Frage Politprofies, Sportgrößen, und Wirtschaftsmanagern stelle, werde ich mein Gehör wohl weiterhin schärfen, das zu hören, was mir hilft, das andere kann zum anderen Ohr wieder hinaus. Das mag den Kreislauf anregen, mein Blutdruck lag ja im SIS bei 168, 172 Sachen, obwohl der Tachohochstand bei 150 SIS liegt! Mir ging es schlecht, und das drückte ich auch hier so aus.

Dienstag war ich in der Selbsthilfegruppe. Ein Mitglied erzählte von seinem 36. Spielfreigebursttag, und daß er diesen Abend in ein Zoom - Meeting sich eiggeloggt hat, und sich riesig gefreut hat, daß Spielsüchtige 90 Tage, ein Jahr, zwei Jahre Spielfreiheit erlangt haben. Das rührt mich immer noch an, und das bringt mich in Demut.
Mir ist bewußt, daß Freunde verstorben sind, mit denen wir uns gemeinsam mit zitternden Händen aus dem Schlamm  der Spielabhängigkeit herrausgezogen haben, gemeinsam unsere Spielfreiheit gefeiert haben, als ich meine 90 Tage, mein Jahr feiern durfte. Ich bin mir gewiß, hier Lebensgeschenke erhalten zu haben.
Heute Morgen habe ich im Bett geleben, und überlegt. wenn ein abstinenter Spieler es  bewirken kann, zwei Spielende in die Spielfreiheit zu begleiten, und diese 2 nunmehr genesenden gewinnen 4 Spielende zur Umkehr, und jenne dann 8 Probanten. Das übergeordnete Meßgerät für Binäres Rechnen ist wohl ein Schachbrett? Die Frage lautet dann: wie viele Genesende Spieler stehen final auf Feld 64? (Dem Liegt eine Legende vom Erfinder des Schachspiels zugrunde,, der pro Feld 1 , 2 , 4, 8 Gtreidekörne auslegte. Am Ende reichte die Jahresernte des Reiches nicht, das auszugleichen). Das, was mir mal in einem großen Treffen ein Therapeut ins Ohr gebrüllt hat: "es reicht, wenn Du einfach dabei bist", hat mich letztendlich davon abgehalten die Welt zu verändern wollen.
Es kann jetzt gleich möglich sein, , daß ich die Seite von NDRfragt wieder aufmachche, , gerade wil ja das Schreiben mein Lieblingswerkzeug ist, und ich mich dadurch uch befreit fühle.
Nur für Heute bin ich frei vom selbstzerstörerischen Glücksspiel,

Einen Tag zur Zeit


*(Mätthäus 7,3)
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Zitat von: andreasg am 09 Juli 2026, 10:52:48Das, was mir mal in einem großen Treffen ein Therapeut ins Ohr gebrüllt hat: "es reicht, wenn Du einfach dabei bist", hat mich letztendlich davon abgehalten die Welt zu verändern wollen.


Und dennoch hast du sicher dazu beigetragen die Welt von ein paar Spielern zu verändern .
Hier durch deine Beiträge in deinem eigenen Tagebuch und auch in den anderen Threads und ganz sicher auch in deiner SHG !
Danke dafür und einen guten Tag für dich 
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

.... habe ich noch nach dem Wecker im Bett gelegen, und mich geärgert, daß ich Gestern übermüdet nicht in dem selben einschlafen konnte. Meine Termine, Termine, Termine, , sie erscheinen mir wie im Auge des Sturms. Ach ja, Mittwoch zum Augenarzt, Donnerstag auch, deshalb verschiebt sich die Lympfdrainage, ob die weitergeht, entscheidet der Arzt, der eindeutig auch die Chronische Krankheit hinweist, also entscheidet die Krankenkasse, oder doch die Nina? Die Krankengymnastin ist krank, zwei Termine fallen aus, für jeden Ausfall werden 50€ dem Patienten berechnet, so die Ansage auf dem Telefo. Aber bekommt ein Patient 50 € , wenn die Therapeutin ausfällt, Fragen über Fragen.Festnetz - und Mobiltelefone an beiden Ohren, in meinem Bürojob war das Gang und Gäbe, nun bin ich Rennt - ner. Kein wunder, daß die Regierung das Renteneintrittsalter erhöhen will, vielleicht habe ich ja noch Chancen für nen Job - in der Regierung. Da die Telefone so , oder durch Besetztzeichen nicht einsatzfähig waren, haben ich auf die guten alten Emais vertraut, Schreiben ist ja gut für meine Geduld.
Heute Vormittag habe ich ordentlich das Trimmrad genutzt, jetzt fängt es auf dem Balkon zu brüten an. Meine Emails sind gecheckt, mein Haushaltsbuch ist auf aktuellem Stand, und mein Terminkalender - erst einmal bis 31.07.2026, im August ändert sich bestimmt noch so manches....

Aber immer - Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

.... denke ich darüber nach, daß ich am Dienstag nicht zur Selbsthilfegruppe fuhr. Der Grund : meine Termine, die Terminänderungen, Terminstornierungen, Terminumswitschungen, Termine, Termine..= Rentnerleben. So verbringe ich den Sommer mit eingequetschtem Kopf von 2 Telefonen gleichzeitig in meiner Bude, und sinniere gerade darüber, daß Vater Staat mich ja mehr und mehr in die Eigenverantwortung übernehmen will.
Das ist ja der Kern der Selbsthilfe, es zu lernen, sich selber vertrauensvoll seiner Aufgaben zu stellen.
Außerdem, das mit den Telefonhrern kenne ich ja aus meiner Berufszeit, das ist also schon eingeübt.
Früher habe ich mir nach dem Feierabend, der ja auch öfters später in Kraft trat, in die Scheinwelt der Spielstätte begeben. Ich bin Heute noch der Meinung, daß das Automatenspiel weitaus anstrengender, nervenaufreibender war, als der stressigste Job, und reflektiere ich mein Dasein als Rentner.
Ach ja, ich warte auf ein Paket mit Pflegehilfsmitteln, ua. Pflegehandschuhe der Größe M, Für mich passt ja nur XXL, aber für meine Damen ist das passgenau. Da Sendungsrecherche zu meinem Fachbereich gehörte, ging ich auch der Spur nach, weshalb sich die Lieferung verzögert. Das liegt wahrscheinlich daran, daß keiner weiß, wer das bezahlen soll? Und so werde wohl ich die Rechnung bekommen, aber reklamieren, weil ja nur XXL an meine Pfoten passen. Reale Informationen gibt es ja leider nicht mehr, also braucht es wohl Kreativität und Fantasie. Trotzdem will ich darüber meinen Humor nicht verlieren.
Habe andernweitig Angebote für Eisenbahnkalender 2027 erhalten, und denke, da werde ich eine Auswahl treffen, weil diese Kalender ja auch einen festen Platz in meiner Wohnküche haben. Aber - ob dann noch mehr Artikel, wie DVD's anstehen, wage ich zu bezweifeln.
Aber ich will getrost sein, und meine Tapeten mit dunkelblauen Handschuhen, Größe M schmücken, das ist dann doch allemale eine Investition.
Zum Glück habe ich ja noch Heute einen Termin zur Lymphdrainage, da kann ich dann wirklich schlicht und einfach entspannen.

Nur für Heute
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

#506
..... bin ich am grübeln, warum in lielen Kofferräumen ein Auturad liegt, still und schweigend, und verschlossen, eifach nur da, nimmt Platz weg, und tut nichts, um die Fahrleistung sicher zu führen.
Bis es dann auf einmal Kracht und zischt, und es aus seiner Scheinwelt des Vergessen worden seins jäh herrausmanöveriert wird.

Als ich vor vielen Jahren in der Klinik war, wurden dort auch Familienaufstellungen gemacht, Eine wahrhaft alternative Therapieform. Ich habe da auch mitgemacht, sekundär , für eine andere Patientin, habe ich mich in den Kreis gestellt. Wenn iich das für meine Ursprungsfamilie tun würde, müsste ich mich zuerst außerhalb des Kreises platzieren, und dann ferne den Kreis durchbrechen, abwarten was geschehen wird, und dann irgendwo darinnen meinen Platz finden. Es gibt in meiner Ursprungsfamilie nur einen eingigen festen Punkt: meine 15 Monate ältere Schwester, die wurde schon in ihrer, unserer Kindheit zur Familienoberhapt gekürt.
Nun ist sie 75 Jahre alt, Hauptberuflich nunmehr Großmutter, Schwiegermutter, Naturschützerin, etc, etc..

Vorgestern Abend fanden wir beide - Zeit für ein Zoom - Meeting, und das war ein intensives Teilen miteinander. Ich erzählte ihr vorrangig von meinen Beschwerden, und auch von meinem Genesungsweg, besonders im Magen - Darm bereich, und ergo auch von meinen jetzigem Essverhalten., eigentlich auch Dinge, die ich hier in das Tagebuch einbringe.

Vm selbstzerstörerischen Glücksspiel bin ich langjährig - und für HEUTE abstinent, das Rauchen liegt auch 23 Jahre zurück, und nun bekomme ich die Kurve, konstruktiv gesunde Mahlzeiten zu mir zu nehmen.

Es gibt zwei Suchterkraankungen die ich knapp überlebt habe: meine Spielsucht, und meine Adipoditas, die Nachwirkungen des Alkoholmißbrauchs, und die chronische Bronchitis sind aber auch noch Attribute meiner Vergangenheit.

Eigentlich geht es nur darum, daß ich mich im Vorfrühling mit meinem Halbbruder zu einem Essen in einem Lokal vereinbart habe, was er wegen eines Trauerfalls seiner Freundin abgesagt hat. Zudem weiß ich, daß er eine schwere Krebserkrankung hat, und Ruhe braucht, damit die Therapie wirken kann. also habe ich auf seinen Anruf gewartet, aber er ist entttäuscht, daß ich mich nicht gemeldet habe.... Seine Freundin aber hat immer gerne in des Status meines Whattapps reingeschaut Mein Gedanke war, mit ihm Erfahrung , Kraft und Hoffnung zu teilen, weich ich ja 2012 an einem Nierenkarzinom erkrankt bin, und nun , beschwerlich - mit nur einer Niere lebe, und eben deshalb meine Ernährung umstellen mußte. Ich weicß, daß er ein Fast - Food - Junkie ist, wie ich es ja auch war...
Nun will meine liebe Schwester im September aus England anreisen, die Anmeldeformalitäten sind allerdings sehr stapaziös, daß es noch ungewiß bleibt,, ob sie kommen kann?
Aber wenn es dem so ist, kommen ja alle wieder zusammen, und um das zu verstehen, würde auch auch keine Familienaufstellung mehr helfen, kein Schachbrett, allenfals ein Halma - Brett in voller Sternform,

Und wo ich da auf diesem Familienspielplan stehen würdde, das hat mir ja der lautstarke Therapeut zugebrüllt:

"es recht, einfach nur da zu sein"  :)
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

...... gucke ich auf meine Whattsapp - Nachrichten. Mein Halbbruder hat geschrieben, daß er ja gar nicht enttäuscht ist, daß ich minch nicht gemeldet habe. Aber wenn im September, irgendwann - meine Schwester aus England kommt, dann könnten wir uns ja zusammensetzten. Anfang September habe ich womöglich Geburtstag, und wenn er dann gratulieren mag, kann ich ja die Einladung noch einmal aus Anlaß des Tages erneuern.
Was ich aber bedenk muß: ich nehme mich im Augenblick anders wahr, als früher. Ich weiß, wie schädlich es für mich ist, immer funktionieren zu müssen, immer brav und lieb, immer angepasst, nicht kritisch, nicht klar, nicht aufrichtig zu sein. Ich habe ja in einer entscheidenden Phase meines Lebens funktioniert, wie ein Geldspielautomat: Geld reinwerfen, Knöpfchen drücken gegen die Panzerscheibe hauen. So habe ich mich dunpf durch das Leben geschlagen, und nun hat sich etwas geändert in meinem System. Es ist für mich lebenswichtig, die Änderungen anzunehmen, und diese auch umzusetzten. Also alte Clichees werden abgelegt, und die Angst vor meinen Visionen wandelt sich in Vertrauen. Eigentlich müßte ich mich gerade vor Bauchweh krümmen, aber mein Bauch brummelt eher gemütlich, mein Blutdruck reguliert sich auf Normalniveau, und ich habe wieder so etwas wie Freude am Leben. Heute Morgen im Bad habe ich ein Lied gesungen, daß ich vor über 30 Jahren in Gruppen mitgesungen habe, als ich die Selbsthilfe kennen lernte, und es hat mir Heute gut getan.

Die Pflegehelferin hatte am Samstag Geburtstag. Ihr habe ich ein Ständchen auf Türkisch via Youtube vorgespielt. Eine Einladung zum Cafebesucht hat sie freudig angenommen. Darauf kann ich mich wohl freuen, und es dann einfach - nur genießen

Einen Tag zur Zeit
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Guten Morgen Andreas ,
wie geht es dir ? Hat sich der Schmerz im Oberschenkel verzogen ?

Es macht mir immer Freude bei dir im Tagebuch zu lesen .
Du schätzt die kleinen Dinge und bist ein sehr herzlicher Mensch .
Deinen Umgang mit den Therapeuten und Pflegern , den du hier beschreibst , finde ich wirklich toll !

Wünsche dir einen entspannten Tag
Wer immer tut, was er schon kann ,
 bleibt immer das, was er schon ist .

....... habe ich erst einmal versucht durchzuatmen, aber - das ist fast in die Hose gegangen, jedenfalls Gestern. Es ist schwer zu beschreiben, aber 1. Alterserscheinung,,2. Medikamente, 3. Zuckerabstinenz und deren Folgen. Dazu der Ischias im linken Bein. Nachdem ich den Vormittag im stillen Kämmerlein genossen habe, bin ich nachmittags mit Taxi zur Krankenqymnastik gefahten. (Äähh, der Sportwettladen war geschlossen, oder auch nicht, ich hab überlegt, mal einen Stoffgorilla dort als Maskottchen zu deponieren) --
Also mit immer noch Bauchweh habe ich die 20 Miniuten geübt, einen aufrechten Gang zu haben, puh, das ist schwer, weil ich ja auch mal ab und an in der Devothaltung verweile  :P
Aber, o Wunder, danach war es besser um mein Leibeswohl bestellt, und ich konnte abends zum Nachbarschaftstreff gehen. Ein Computerkurs war angesagt. Zwei ältere Herren waren schon da, eine Seniorin saß dann zu meiner rechten, und ein junger Akademiker, der als Dozent fungierte. Dann kamen noch ein paar Bekannte aus dem Nachbarschaftstreff vorbei. Wie soll ich es beschreiben: Die Dame rechts entpuppte sich als Alleinunterhalterin, sie hatte zu all und jedem Punkt etwas zu sagen, und schmiß mit Begriffen aus der heutigen Welt des www um sich, daß ich vor Neid hätte erblassen können. Ab und an konnte auch einer der beiden Senioren einen kutzen Satz anmerken, um der Vorsprecherin mal Luft zu gönnen.Eigentlich ging es nur darum, daß ihr I Phone wohl veraltert war, und die Systemanforderungen nicht mehr erfüllte. Wie der Dozent es dann doch noch geschafft hat, seine Themen via Präsentation anzubieten, blieb fast ein Wunder. Sichere Passwörter,ich habe auch einen Satz gesagt, nämlich daß meine Hausbank mir den Weg dazu frei gemacht hat. Sichere Websites aufsuchen, (besser weghören, bevor der Kopf rot wird), - durchatmen, und dann kam die KI. Und nun kommte der Dozent flüssig referieren. Ich war sprachlos, und es war spannend, und interessant. Ein kurzer Gedanke an das Forum hier, und daß wir ja einen Admin haben mit menschlichem Gespür, das hat mich dann am Abend wirklich belebt.
Wieder in meinem trauten Heim, das Abendbrot war fertig, das Telefon klingelte, mein Freund rief an, und wir unterhielten uns ergiebig über Pflaumen. Reales Obst, daß en Natur auf den Bäumen wächst, und Proteine und Werte intus hat, die der Darmflora helfen. Das hat mir dann einen Frieden zur Guten Nacht gegeben, und mir geht es jetzt auch gut.

Heute - War Yoga - Stunde im Sitzen, da brach etwas aus mir raus, und das durfte auch noch sein. Die Yoga - Gruppe und der Lehrer erkannten das, und ich verabschiedete mich zur Lymphdrainage mit einer herzlichen Umarmung.
Demut ist die anhaltende Ruhe im Herzen

Wir danken dem AOK Bundesverband für die Finanzierung des technischen Updates dieses Forums