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BGH Urteil

Begonnen von Aloisius, 29 Februar 2024, 15:59:39

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Nochmal zum Thema Anbieter "Sonnenmacher"

Die gehören zur Gruppe Play"kirsche" Ltd, gehört zur "Komm"On , gehört wiederum zur Cherry AB, gehört wiederum zu European Entertainblabla
Man hat bereits die letzten Jahre Verluste im Millionenbereich geschrieben (wie auch immer das möglich gewesen sein soll) und das Tochterunternehmen vollständig ausbluten lassen. Rücklagen für Klageforderungen wurden ja offiziell in den Bilanzen nie gebildet, da diese "unrechtmäßig" aber ironischerweise "höchst riskant" sind etc.

Nun verabschieden die sich komplett vom Markt und haben demnach praktisch keinerlei Einnahmequellen mehr unter der Marke

Außerdem gab es bereits Infos, wo laut Insidern gesagt wurde, Cherry wolle die gesamte "Komm"On Gruppe verkaufen und sich komplett vom Verbrauchermarkt verziehen.

Zählt man das alles zusammen, sollte wohl klar sein, was hier folgt. Eine leere Hülle ohne jegliche Einnahmen und ohne jegliche Rücklagen...und die sollen noch freiwillig Klage Forderungen im beträchtlichen Millionenbereich bedienen, bevor sie dann komplett zu machen?  Vom Blitz getroffen werden ist wohl wahrscheinlicher....

Und Bill55 hat die ganze Nummer rechtlich sauber gemacht, denn: nach maltesischem Recht müssen Rückstellungen nur gebildet werden, wenn Abfluss "wahrscheinlich" ist. Aber Dank Bill 55 sind Zahlungen nicht wahrscheinlich, die Anbieter gehen offiziell davon aus vor Vollstreckung geschützt zu sein. → Also keine Rückstellungspflicht nach ihrer Rechtsauffassung.

In Deutschland und Österreich ist das sehr sicher Insolvenzverschleppung, wenn wie hier:

Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung vorliegt
Keine Insolvenz angemeldet wird
negatives Eigenkapital

Gläubigerbenachteiligung:

Bewusstes Nicht-Bilden von Rückstellungen
Während weiterhin (noch) Geschäfte laufen

Es war letztendlich doch alles nur eine Verzögerungstaktik, die sie bis vor den EuGH herauszögern konnten...nur um die Firma im Hintergrund auszusaugen und am Ende den Pleitegeier steigen zu lassen. Frei nach dem Motto: Bill55 hält uns den Arsch frei...und falls nicht, machen wir die Hände hoch

Billig und perfide, aber sehr effektiv. So wie man es von den Casinos schon kannte, als man dort früher noch süchtig Geld verbrannt hat.

Ohne Haftung der Muttergesellschaft und Geschäftsführer wird man keinen Cent sehen



Andere Anbieter haben dasselbe gemacht aber führen ihr Geschäft halt unter einer anderen Gesellschaft weiter. Die Angeklagte Gesellschaft bleibt die Leere Hülle. Die GGL hat die Lizenzübertragung approved weil mündlich versprochen worden ist, den Spielerschutz einzuhalten. :D

Wie es aussieht werden diesen Weg die allermeisten Anbieter gehen. Ich hoffe mal es findet sich noch einen Weg wie ihr Hans noch an das Geld kommt. Am Ende des Tages gehen nur die ehemaligen Spieler leer aus.

#5297
Brüssel – Die Social-Media-Plattform TikTAk  ;D steht im Visier der EU! Nach vorläufigen Ergebnissen einer Untersuchung verstößt die App gegen europäisches Recht. Der Vorwurf: Sucht fördernde Mechanismen wie das endlose automatische Abspielen von Videos. Das teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.

🤔 Beim Online Glücksspiel gibt es die EU wohl seit 20 Jahren nicht 😅



@bobby TikTak ist ja auch gefährlich für deren Vorherrschaft und die pöse Partei ist dort präsent.


@Hans
betrifft das erstmal nur Sonnenmacher?
Die Kirsche betrifft mich mit der Klage. Komm schon bzw die andere damalige Seite waren mein Verhängnis, es wurde aber direkt gezielt die Kirsche verklagt.
Die können sich gern verpissen, aber erst wenn sie ihre Schuld beglichen haben!

Das Problem ist: In deren Weltbild existieren diese Schulden gar nicht. Für die bist du kein Gläubiger, sondern ein schlechter Verlierer, der versucht, den Wetteinsatz nachträglich zu stornieren, nachdem die Wette verloren wurde.
Die Kirsche und der ganze Rattenschwanz dahinter sieht das so: Die Software lief, die Walzen haben gedreht, du hattest deinen Spaß und den Nervenkitzel. Dienstleistung also am Mann erbracht. Dass sie dabei keine deutsche Lizenz hatten, ist für deren Rechtsabteilung nur ein lästiger Formfehler, der nichts an der erbrachten Leistung ändert.
Die wehren sich so massiv, weil eine freiwillige Zahlung für sie ein Systemfehler wäre. In deren Logik hast du das Geld im Kino an der Kasse gelassen, den Film bis zum Abspann geguckt und willst jetzt den Eintritt zurück, weil dir das Ende nicht gefallen hat. Die zahlen nicht, weil sie fest daran glauben, dass das Geld jetzt rechtmäßig ihnen gehört. Das Haus gewinnt immer, auch wenn das Haus in Deutschland eigentlich noch gar nicht stehen durfte.

Ob ein verschuldeter Spielsuchtsüchtiger wirklich Spass hat, oder insgeheim genau weiss dass er damit aufhören muss, aber nicht so einfach kann.

Den Spaß hat der Annieterbieter! :) Entschuldige den kleinen Spaß!
Gute 24 h
Olaf


(Da ich kein Jurist bin, darf ich auch keine Rechtsberatung machen oder Handlungsanweisungen geben.
Ich gebe hier lediglich unverbindlich meine Meinung und Erfahrungen wieder.)

@ altobelli

nein, nicht nur Sonnenmacher, sondern der ganze Anbieter dahinter. Die Spielkirsche Ltd ist offensichtlich broke und hoch verschuldet...gegen die wirst du wohl geklagt haben nehme ich an, denn unter der wurden die ganzen Casinos geführt. Und sonst haben die anscheinend keine Online Casinos mehr. Sieht aus wie ne Karteileiche

Bin gerade verwirrt etwas. Die Seite der Kirsche gibt es tatsächlich nicht mehr... Ist nun teil der komm schon gruppe? Im Vorstand ist die selbe Person, wie bei der Kirsche. Und die tun auch kräftig einstellen.

Guten Tag,

bin seit langer Zeit stiller Mitleser, jetzt kommt in meinen Fall gegen BGewinn aber Bewegung. Habe mit PKF vor dem LG Recht bekommen. Jetzt laufen die 30 Tage, in denen die Gegenseite in Revision gehen kann. Es geht um eine niedrige fünfstellige Summe. Meine Frage: Macht es zum aktuellen Zeitpunkt Sinn, die Forderung an den PKF komplett zu verkaufen (machen die sowas überhaupt?)? Ich würde lieber mit einem kleineren Anteil aus der Sache rausgehen, als wohlmöglich eine Revision oder ewiges Warten auf Zahlung der Gegenseite zu ertragen.

VG

Ich kenne deine persönliche Situation nicht aber würde niemals an einen PKF verkaufen. Die werden höchstens 10-20% überhaupt anbieten.

Die werden wahrscheinlich Revision einlegen. Aber bleib dran. Nächsten Monat haben wir EuGH Stellung vom Generalanwalt. Im April kommt in Bill55 in Bewegung. Es kommt Bewegung rein.

Ob du am Geld sehen wirst, kann man dir nicht versprechen. Ich würde in deiner Situation jetzt dranbleiben.

Du meinst dann Berufung zum OLG sicherlich.
Die PKF werden denke ich mal öfters jetzt Forderungen aufkaufen, nachdem Schlussantrag & Urteil (Casino) wird es klar werden. Selbst wenn danach die PKF selbst ein Vergleich anbieten haben beide Seiten mehr davon....

Davon würde ich dir abraten. Du hast doch viel erreicht und jetzt möchtest du dich abspeisen lassen? An deiner Stelle würde ich es einfach laufen lassen und wenn überhaupt auf einen vernünftigen Vergleich warten.

Zum einen können wir nicht sicher sein, dass die Urteile des EuGH den Klägern zu 100% Recht geben. Es könnte durchaus sein, dass der EuGH z.B. entscheidet: Spieler können sich nur Rückforderungen geltend machen, wenn materiell-rechtliche Verstöße des Anbieters vorliegen.

Wir wissen es einfach nicht.

Zum anderen besteht die größere Unsicherheit darin, ob am Ende Geld fließt. Und das ist keine Frage der Rechtssachen, die gerade beim EuGH anhängig sind.

Zitat von: Looser20 am 12 Februar 2026, 12:10:48
Du meinst dann Berufung zum OLG sicherlich.
Die PKF werden denke ich mal öfters jetzt Forderungen aufkaufen, nachdem Schlussantrag & Urteil (Casino) wird es klar werden. Selbst wenn danach die PKF selbst ein Vergleich anbieten haben beide Seiten mehr davon....

Das ist auch meine Denke. Die aktuelle Lage (EUGH, Sieg vor dem LG, etc.) müsste meine Position ja eigentlich deutlich verbessert haben. Für den PKF ist das Risiko nochmal gesunken und die Aussicht auf Erfolg gestiegen. Aus ökonomischer Sicht würde es ja Sinn machen, mich jetzt gegen ein hoffentlich faires Angebot auszuzahlen. Außerdem verhandeln sie dann mit der Gegenseite direkt, ich wäre ja raus. Mir ist das Restrisiko und vor allem die Dauer bis zu einer Zahlung des Anbieters einfach zu heikel, sodass ich für diese Option offen wäre.

Macht das alles Sinn oder ist das Schönrederei? Und sind Fälle bekannt, in denen der PKF nach einem ersten erfolgreichen Urteil Forderungen von Spielern abgekauft hat?

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